Verdammt.

Jedes Jahr nehme ich mir vor, Weihnachtsgeschenke schon im Oktober zu kaufen. Ich hasse es, kurz vor Weihnachten mit anderen panisch Geschenke aussuchen zu müssen, dann von der Eiseskälte in viel zu warme Kaufhäuser mit stickiger Luft, vor einem immer Dame, die viel zu langsam für meine Verhältnisse läuft - aber nicht langsam genug, dass man sie ohne weiteres bei diesem Gedränge überholen kann. Ich hasse es, manchmal ohne eine Vorahnung, was ich eigentlich will, in der Vorweihnachtszeit einkaufen zu gehen. Ich werde mich schon inspirieren lassen. Aber kaum fünf Schritte in das Kaufhaus getan, schon verlässt mich jegliche Lust ganz zu schweigen von der Inspiration. Ich hasse es, dass man in seiner Verzweiflung, etwas finden zu müssen, Sachen, die man das ganze Jahr nicht mit dem Hintern anguckt, in die Hand nimmt, mustert und tatsächlich abwägt, ob sie 14,99 Euro wert sind. Ich kann dagegen nichts tun. Ich hasse es, nachts auf einer dunklen Straße aus Versehen auf ein Schneckenhaus zu treten. Das hat zwar nichts mit Weihnachten zu tun - aber ich hasse es. Ich hasse es, dass im Dezember selbst in der entlegendsten Porzellan-Entchen-Abteilung, in denen 11 Monate im Jahr die Kassen unbenutzt vor sich hin oxidieren, sich meterlange Schlangen vor den Kassiererinnen bilden. "Als Geschenk einpacken? Ja gerne. Kein Problem, dauert ja nur fünf Stunden. Die anderen können warten." Und ich hasse dieses White Christmas-Gedudel.

Aber zum Glück ist Weihnachten noch so lange hin. Das mit den Geschenken hat ja noch Zeit.

Verdammt.