Die Schule meines Großneffen wird mit einer anderen Schule zusammengelegt. Er geht in die Charles Darwin-Oberschule; die Schule, mit der fusioniert wird, ist die Max Planck-Schule. Die zusammengelegte Lehranstalt soll dann ebenfalls den Namen Max Planck tragen. Da ist Charles Darwin wohl rezessiv veranlagt.
- Anzeigen auf Bahnsteigen, die anzeigen, wann der nächste Zug kommt und von 5 auf 6 Minuten springen
- nicht zu wissen, wann nahe Familienangehörige Geburtstag haben, aber lauter unnützen Kram im Kopf zu haben, wie, dass sich Walt Disney aus einer Neurose heraus ständig die Hände waschen musste, dass man bei Zac McKracken dreimal beim Bäcker klingeln muss, die Zahlenkombination 4 8 15 16 23 42 - na gut, das kann irgendwann wichtig werden.
- Das iPhone
- Schäuble 2.0
- Buffets mit Suppen, bei denen man nicht weiß, wie man den Topfdeckel haltend sich die Suppe in die Terrine kippen soll. Topfdeckel, Terrine und Kelle sind zuviel für zwei Arme. Ist denn das so schwer zu verstehen?
Fragen, die Sie nie trauten zu stellen
In der aktuellen ZEITWISSEN gibt es einen schönen Artikel darüber, in dem Experten Fragen beantworten, die man immer schon hatte, aber nie gefragt hat. Dabei sind Fragen wie: Wie überlebe ich einen Liftabsturz? Wie erkenne ich das am wenigsten benutzte Klo? Wie verhalte ich mich bei einer Massenpanik? Wie erkenne ich die schnellste Schlange im Supermarkt?
Schöner Ansatz - aber für mich fehlen die Fragen:
- Warum laufen die Handläufe bei Rolltreppen immer schneller als die Treppen an sich?
- Warum gibt es in Passagieflugzeugen keine Fallschirme für den Notfall?
- Wie verhindere ich das Spritzen beim Öffnen eines Joghurt-Bechers?
- Wieso beginnt die Notenleiter mit C und hört mit B bzw. H auf? ABC und so weiter wäre doch sinnvoller.
- Warum gibt es keine weiße Hundekacke mehr? In meiner Kindheit gab es die (Achtung, Wortwitz!) haufenweise.
Es ist ja keine Neuigkeit, dass es um die Bildung der deutschen Jugend schlecht bestellt ist. Die PISA-Studie offenbart schlechte Noten in Mathematik, Deutsch und Grammatik. Die Schuldigen sind schnell gefunden: Nachlässige Eltern, ein schlechtes Schulsystem, die Medien. Aber sollte man nicht an den Wurzeln beginnen? Seit hunderten Jahren wird das Kinderlied Hänschen klein von Generation zu Generation weitergegeben. Ist noch niemandem aufgefallen, dass es dort schon mit der grammatikalischen Verblendung losgeht?
Stock und Hut steht ihm gut.
Bitte was? Wir Lehrertaschenträger wissen, dass es heißen muss:
Stock und Hut stehen ihm gut.
Und das seit Generationen.
Ich war heute wieder mal in einem Buchladen. Der Trend zum Zweitbuch hält weiterhin an (Der musste jetzt sein). Es ist ja unglaublich, wie viele Bücher es mittlerweile von dieser „Für Dummies“-Reihe gibt. Diabetes für Dummies, Yoga für Dummies, Erfolgreich führen für Dummies.
Was kommt als nächstes?
Schlüsselbund verlegen für Dummies?
Herzchirurgie für Dummes?
Irak besetzen für Dummies?
Gerade habe ich beim Gassigehen ein Feature auf Deutschlandradio gehört, in dem es um aussterbende Sprachen ging. In 150 Jahren sind nach pessimistischen Prognosen 90% der Sprachen ausgestorben, wie zum Beispiel afrikanische Sprachen, die aus über 80 Klickgeräuschen bestehen. Wahnsinn. Seit mehreren hundert Jahren werden die Sprachen von technologisch erfolgreichen Völkern immer prägnanter - zum Nachteil der immer selten werdenen kleinen Sprachen. So zum Beispiel wurde vor mehreren hundert Jahren in Leipzig kaum deutsch gesprochen. Manche Dinge ändern sich eben nie.
Beobachteter Dialog in Aachen:
Kind: "Mama, mach mich ein Eis!"
Mutter: "Das heißt: Mach mich bitte ein Eis!"
Interessante Fragen zum Thema Karneval, die heute Grissemann & Stermann in der 11-Jahre-Jubiläums-Show Royale auf Radio Eins vorgestellt haben:
Verkleiden sich Berufsgruppen, die von Hause aus verkleidet sind, auch zu Karneval? Gehen Polizisten beispielsweise als Krankenschwestern? Der Papst als Kardinal? Gehen Einwohner von Mecklenburg-Vorpommern oder Sachsen-Anhalt als Hippies? Oder Axel Schulz als Boxer?
Ich habe gerstern abend beim Gassi-Gehen Deutschlandradio gehört - ein Feature über Erwin Grosche, der sich mit Themen beschäftigt, ob man beispielsweise ein eingefleischter Vegetarier sein kann. Oder ob das nicht zumindest eingemüster Vegetarier - oder Vollwertvegetarier heißen müsste.
In Erinnerung geblieben ist eine Liste, von Dingen, die wirklich die Hölle sind:
- einem Freund beim Umzug zu helfen, dessen Hobby es ist, Waschmaschinen zu sammeln,
- meine Ohren von hinten beleuchtet
- den ganzen Tag durch die Stadt auf der Suche nach dem perfekten Anzug zu rennen, ihn irgendwann im Schaufenster einer Reinigung zu finden
Mal sehen, wann Erwin Grosche diese interessanten Gedanken in Berlin zum besten gibt…
Unsere Hündin bekommt Dosenfutter. Heute gab es Herzen aus der Dose. Auf der Aufschrift stand:
Hundefutter
mit Herzen
Herzhafte Stücke
Verdammt.
Jedes Jahr nehme ich mir vor, Weihnachtsgeschenke schon im Oktober zu kaufen. Ich hasse es, kurz vor Weihnachten mit anderen panisch Geschenke aussuchen zu müssen, dann von der Eiseskälte in viel zu warme Kaufhäuser mit stickiger Luft, vor einem immer Dame, die viel zu langsam für meine Verhältnisse läuft - aber nicht langsam genug, dass man sie ohne weiteres bei diesem Gedränge überholen kann. Ich hasse es, manchmal ohne eine Vorahnung, was ich eigentlich will, in der Vorweihnachtszeit einkaufen zu gehen. Ich werde mich schon inspirieren lassen. Aber kaum fünf Schritte in das Kaufhaus getan, schon verlässt mich jegliche Lust ganz zu schweigen von der Inspiration. Ich hasse es, dass man in seiner Verzweiflung, etwas finden zu müssen, Sachen, die man das ganze Jahr nicht mit dem Hintern anguckt, in die Hand nimmt, mustert und tatsächlich abwägt, ob sie 14,99 Euro wert sind. Ich kann dagegen nichts tun. Ich hasse es, nachts auf einer dunklen Straße aus Versehen auf ein Schneckenhaus zu treten. Das hat zwar nichts mit Weihnachten zu tun - aber ich hasse es. Ich hasse es, dass im Dezember selbst in der entlegendsten Porzellan-Entchen-Abteilung, in denen 11 Monate im Jahr die Kassen unbenutzt vor sich hin oxidieren, sich meterlange Schlangen vor den Kassiererinnen bilden. "Als Geschenk einpacken? Ja gerne. Kein Problem, dauert ja nur fünf Stunden. Die anderen können warten." Und ich hasse dieses White Christmas-Gedudel.
Aber zum Glück ist Weihnachten noch so lange hin. Das mit den Geschenken hat ja noch Zeit.
Verdammt.

